Selbsthilfegruppen als kostenfreie Ressource für mehr Selbstsicherheit
Wer an Selbstvertrauen arbeiten möchte, denkt zuerst an Bücher oder Kurse. Selbsthilfegruppen landen selten auf der Liste, obwohl sie eine der wenigen Möglichkeiten sind, soziale Situationen in einem geschützten Rahmen zu üben, ohne dafür zu bezahlen.
Wo solche Gruppen zu finden sind
In Österreich vermittelt das Dachverband Selbsthilfe Österreich lokale Gruppen zu verschiedenen Themen. Auch Meetup.com listet regelmäßig Gruppen zu Kommunikation, sozialem Selbstbewusstsein und ähnlichen Bereichen. Viele davon sind kostenlos oder gegen eine kleine Aufwandspauschale zugänglich.
Vor- und Nachteile von Selbsthilfegruppen
- Vorteil: Direkte soziale Interaktion, die Selbstvertrauen konkret trainiert
- Vorteil: Kostenlos oder sehr günstig
- Nachteil: Qualität hängt stark von der Gruppenleitung ab
- Nachteil: Thematische Passung nicht immer gegeben
Was realistisch zu erwarten ist
Eine Selbsthilfegruppe ist kein Therapieersatz. Wer tieferliegende Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen aufarbeiten möchte, braucht professionelle Begleitung. Für Menschen, die soziale Situationen schlicht mehr üben wollen, kann eine Gruppe aber sehr hilfreich sein.
Der erste Besuch fühlt sich meist unangenehm an. Das ist normal und kein Zeichen dafür, dass das Format nicht passt. Meistens braucht es drei bis vier Treffen, bevor sich ein realistisches Bild ergibt.